Mehr zu Meditation

Ein möglicher Weg:

Im Körper ankommen durch das Pflegen der bewussten Verbindung zwischen dem Körper und der Erde. Das dauert manchmal die gesamte Meditationszeit über. Atmung und Bewegung dienen dieser Verbindung. Wenn das Nervensystem sich dann mit der Zeit sicher fühlt, d.h. verbunden, getragen und lebendig beginnt das Abendteuer Meditation. Beginnt etwas, das sich jedesmal anders und überraschend zeigt. Ich nenne es ‚Sich ausbreitendes Sein‘.

1. Bewegung
2. Atmung
3. Sich ausbreitendes Sein 

Meine Ziele? Echt, Ziele bei der Meditation?
Ziellos sein? Da sein? Lebendig sein? Mir immer weniger Geschichten über mich selbst erzählen? Mich daher mit mir selbst versöhnen? Und dadurch ergibt sich vielleicht eine langsame Öffnung zu dem, was ist? Bö. (Bö ist meine Lieblingstradition: Nonnen im Tibet, die NICHTS TUN, ausser immer wieder im Körper anzukommen.)

Ich praktiziere seit mehr als 30 Jahren täglich Meditation: 8 Jahre christliche Mystik, dann 9 Jahre Zen, und seit 11 Jahren Herzmeditation. Meditationsgruppen für Jugendliche und Erwachsene leite ich fast eben so lange. Seit fünf Jahren gibts in meiner Praxis herzwärts meine Lieblingsgruppe: Wir leiten alle zusammen, sind wunderbar gleichberechtigt. Wenn ihr in der Nähe lebt, seid ihr hier herzlich willkommen.

Ich wüsste nicht, wie ich den Alltag mit mir selbst und meinen Mitwesen leben könnte, wenn ich nicht diese Inseln des Rückzuges ins Wirkliche hätte. (Denn im Zusammenleben identifiziere ich mich mit den Geschichten, die ich mir selbst erzähle und verliere mich in diesen zugegebenerweise oft unterhaltsamen und vorallem gewohnten Illusionen.)
Ich kann hier nichts versprechen, was Meditation bewirkt. Denn alles Erleben zeigt sich mit regelmässiger Meditation als besonders vergänglich. Kraft und Lebensfreude? Licht und Liebe? Ausdehnung und Verschwinden? Stille und Frieden? Auflösung und Verbindung? …

Eins jedoch vielleicht schon: Für ein paar zeitlose Momente ist alles ganz einfach.